VORBEREITUNG DER DRUCKDATEI
Wie bereiten Sie Ihre Datei richtig vor?
Damit Ihr Auftrag reibungslos und ohne Verzögerungen abgewickelt wird,
muss die Grafikdatei bestimmte technische Anforderungen erfüllen.
Nachfolgend finden Sie alles, was Sie brauchen — unabhängig
davon, ob Sie Adobe Illustrator, InDesign oder ein anderes
Grafikprogramm verwenden.
Sie sind sich nicht sicher, ob Ihre Datei korrekt ist?
Nutzen Sie unseren Prüf- oder Druckvorstufenservice.
TECHNISCHE ANFORDERUNGEN
Wichtige Dateiparameter.
Dateiformat
Wir akzeptieren ausschließlich PDF-Dateien. Andere Formate
(AI, EPS, CDR) senden Sie uns zu – wir bereiten die Datei für Sie vor.
Beschnitt (Bleed)
Die Datei muss im Endformat angelegt sein
mit einem Beschnitt von 2,5 mm rund um den Druckbereich.
Sicherheitsabstand
Aus produktionstechnischen Gründen können
geringe Schnittabweichungen auftreten. Halten Sie wichtige Gestaltungselemente
mindestens 2 mm vom Etikettenrand entfernt.
Farbmodus
Dateien im RGB-Modus werden nach
CMYK konvertiert – dies kann die Farbwiedergabe beeinflussen.
Legen Sie die Datei direkt in CMYK an.
Schriften
Alle Schriften müssen vor dem Export nach PDF in Pfade
(Kurven) umgewandelt werden. Mindestschriftgröße:
7 pt (1,2 mm gemessen am kleinen Buchstaben “x”).
Auflösung
Rastergrafiken mindestens 250 dpi, empfohlen 300 dpi.
Linienelemente (Line Art, Barcodes): 1200 dpi.
DATEIEBENEN
Etikettenaufbau - was und in welcher Reihenfolge.
Je nach Gestaltung und gewählten Veredelungen besteht die Etikettendatei
aus mehreren Ebenen. Standardelemente sind als
erforderlich gekennzeichnet – die übrigen fügen Sie nur hinzu, wenn Sie
die jeweilige Veredelung nutzen.
- Stanzform (Schnittlinie) erforderlich
- Digitaler Spotlack (spot UV) optional
- Hot foil (Gold- / Silberprägung) optional
- Digitaldruck CMYK erforderlich
- Material des Selbstklebeetiketts erforderlich
- Trägermaterial (liner) erforderlich
Sie haben Fragen. Wir haben Antworten.
Welche Grafikprogramme sollte ich verwenden?
Für die professionelle Druckdatenaufbereitung
empfehlen wir Adobe-Programme — InDesign oder Illustrator.
Beide erlauben die korrekte Einstellung aller erforderlichen
Parameter: Beschnitt, Sicherheitsabstände, Sonderfarben
und Stanzform. Andere Programme können verwendet werden,
sofern alle technischen Anforderungen erfüllt sind.
Wie exportiere ich eine PDF-Datei korrekt aus Adobe Illustrator?
Exportieren Sie im Standard PDF/X-1a: 2003 oder als hochwertige
Druckdatei. Stellen Sie einen Beschnitt von 2,5 mm rund um das gesamte
Format ein. Aktivieren Sie in der Option “Marken und Anschnitt”
“Anschnitteinstellungen des Dokuments verwenden” — nur dann wird der Beschnitt
in der PDF-Datei gespeichert. Fügen Sie keine Druckmarken,
Kontrollstreifen oder Schnittmarken hinzu —
sie sind nicht erforderlich und können die Datei stören. Alle
Sonderebenen (hot foil, weißer Unterdruck, Stanzform) müssen
in einer einzigen PDF-Datei enthalten sein — senden Sie sie nicht separat.
Kann ich eine Datei im Format AI, EPS oder CDR übermitteln?
Standardmäßig akzeptieren wir nur PDF-Dateien. Wenn Sie
in einem anderen Programm arbeiten — nutzen Sie unseren
Druckvorstufenservice, und unser Grafikteam konvertiert
und bereitet die Datei für Sie druckfertig vor.
Was ist Beschnitt und warum ist er erforderlich?
Beschnitt (bleed) ist ein zusätzlicher Grafikbereich außerhalb des
Etikettenrands — 2,5 mm auf jeder Seite. Beim Schneiden
können immer minimale Abweichungen auftreten. Der Beschnitt garantiert,
dass Farbe oder Grafik bis an den Etikettenrand reicht,
ohne einen sichtbaren weißen Streifen am Rand. Jedes Element,
das bis an den Etikettenrand reichen soll, muss
in den Beschnittbereich verlängert werden.
Was ist der Sicherheitsabstand?
Das ist eine Zone von 2 mm innerhalb der Stanzlinie, in der
sich keine wichtigen Gestaltungselemente befinden sollten —
Text, Logo, Barcodes. Aufgrund natürlicher
Abweichungen im Schnittprozess können Elemente näher als 2 mm
am Rand angeschnitten werden oder
unsymmetrisch aussehen. Wenn die Gestaltung einen Rahmen am Rand enthält,
muss dieser mindestens 2 mm stark sein.
Wie stelle ich den Zeichenbereich (drawing area) ein?
Der Zeichenbereich muss im Endformat des Etiketts
eingestellt sein — ohne Beschnitt. Den Beschnitt fügen Sie separat in den
Dokumenteinstellungen hinzu (2,5 mm rundum). Der Zeichenbereich legt die
Druckgrenze fest — alles außerhalb wird als Beschnitt behandelt
oder abgeschnitten.
Wie bereite ich die Stanzlinie korrekt vor?
Die Stanzlinie muss als separate Sonderfarbe
(spot color) mit dem exakten Namen Troquel angelegt werden —
die Groß- und Kleinschreibung ist entscheidend. Linienstärke: mindestens 0,2 mm.
Die Linie muss auf overprint stroke gesetzt sein.
Beachten Sie, dass die Stanzform Material außerhalb des Etiketts entfernt,
nicht innerhalb — die Linie bestimmt die äußere Kontur des Etiketts.
Was sind die Standardecken für rechteckige Etiketten?
Rechteckige Etiketten werden standardmäßig mit einem
Eckradius von 0,5 mm geschnitten. Jede Schnittlinie mit Ecken
über 0,5 mm gilt als individuelle Form
und muss als custom Stanzform bestellt werden — dies ist
mit zusätzlichen Kosten und Bearbeitungszeit verbunden.
Kann ich ein Etikett in beliebiger Form bestellen?
Ja — wir bieten Etiketten in individuellen Formen
(Oval, Kreis, custom Stanzform). Die Schnittlinie muss
gemäß den Anforderungen vorbereitet sein: spot color “Troquel”,
Stärke 0,2 mm, overprint. Individuelle Formen
werden als “custom shape” im Konfigurator bestellt.
Warum muss ich den CMYK-Modus verwenden und nicht RGB?
Drucker verwenden vier Grundfarben: Cyan, Magenta,
Yellow und Black. RGB-Dateien enthalten Farben, die sich
im Druck nicht vollständig wiedergeben lassen. Wenn Sie eine
RGB-Datei übermitteln, konvertieren wir sie ohne Rücksprache nach CMYK —
dies kann Farbverschiebungen verursachen, für die
wir keine Haftung übernehmen. Legen Sie die Datei direkt
im CMYK-Modus an, um volle Kontrolle über die Farben zu haben.
Wie verwende ich Pantone-Farben?
Pantone-Farben müssen als Sonderfarben
(spot colors) mit dem offiziellen Pantone-Namen angelegt werden — z. B.
“Pantone 485 C” oder “Pantone 286 U”. Wir akzeptieren ausschließlich
originale Pantone® C und Pantone® U Farben.
Hinweis: Nicht alle Pantone-Farben lassen sich im Digitaldruck
ideal wiedergeben — dies betrifft insbesondere
metallische und fluoreszierende Farben. Die Produktion
in originaler Pantone-Farbe ist auf Anfrage möglich.
Wie bereite ich die Farbe Schwarz korrekt vor?
Erstellen Sie Schwarz als 100% K (black) ohne Beimischung
anderer CMYK-Farben. Setzen Sie Schwarz nicht auf overprint
und fügen Sie kein Cyan hinzu. Für ein besonders tiefes,
intensives Schwarz empfehlen wir den Doppeldruck
(double-hit black) — wählen Sie diese Option bei der Bestellung.
Was ist der weiße Unterdruck (HPI-White / opaque white)?
Auf transparenter Folie und silbernem Papier sind CMYK-Farben
nicht deckend — das Trägermaterial scheint durch den Druck durch.
Um dies zu verhindern, wird ein deckender weißer Unterdruck (HPI-White)
unter der gesamten Grafik oder einem Teil davon eingesetzt. Der weiße Unterdruck muss
als spot color mit dem exakten Namen HPI-White angelegt
und auf overprint gesetzt werden. Ausnahme: Wenn die Gestaltung
weiße Elemente enthält, die als weiße Farbe sichtbar sein sollen —
setzen Sie diese Bereiche nicht auf overprint.
Wie bereite ich die Farbe Silber vor?
Silber muss als spot color mit dem Namen Silver angelegt werden.
Wenn Sie verschiedene metallische Töne mithilfe von
Silber simulieren möchten — setzen Sie Silver auf overprint. Metallische Farben
können nicht durch den standardmäßigen CMYK-Druck simuliert werden.
Wie bereite ich den hot foil Bereich in der Datei vor?
Der hot foil Bereich muss als separate spot color
mit dem exakten Namen Hotfoil angelegt werden. Alle Prägebereiche
müssen auf overprint gesetzt sein. Minimale Linien-
und Elementstärke: 0,2 mm. Lücken und Aussparungen innerhalb des
hot foil Bereichs: mindestens 0,4 mm. Wichtig: hot foil erlaubt
keine Wiedergabe von Verläufen — alle geprägten Bereiche
müssen eine volle, einheitliche Füllung ohne Tonwertübergänge
sein.
Können hot foil und CMYK-Druck sich überlagern?
Ja — hot foil kann über den CMYK-Druck oder
direkt auf das Etikettenmaterial ohne Unterdruck aufgebracht werden.
Stellen Sie sicher, dass der Hotfoil Bereich auf overprint gesetzt ist,
damit er die darunterliegende CMYK-Farbe nicht “ausschneidet”.
Kann ich UV-Lack (spot UV) auf dem Etikett haben?
Ja — selektiver UV-Lack ist als Veredelung verfügbar.
Bereiten Sie den UV-Lack-Bereich als separate spot color
mit dem Namen SpotUV vor oder gemäß der Anleitung, die Sie
bei der Bestellung erhalten. UV-Lack erzeugt einen glänzenden Effekt
auf ausgewählten Gestaltungselementen — am besten wirkt er
auf mattem Laminat als Hintergrund (Kontrast Glanz/Matt).
Wie bereite ich Schriften in der Datei vor?
Alle Schriften müssen vor dem Export nach PDF in Kurven (Pfade)
umgewandelt werden. Dadurch ist die Schrift unabhängig
von Programm und System — Sie vermeiden das Problem fehlender
Schriften. In Adobe Illustrator: Schrift → In Pfade umwandeln.
In InDesign: alles auswählen und vor dem Export in Kurven
umwandeln oder sicherstellen, dass die Schriften im PDF eingebettet sind.
Was ist die Mindestschriftgröße?
Die Mindestgröße beträgt 7 pt (1,2 mm gemessen am kleinen
Buchstaben “x”). Schriften kleiner als 7 pt können nach dem Druck
unleserlich sein — insbesondere dünne, helle oder graue
Schriften auf dunklem Hintergrund. Wir empfehlen zudem einen hohen Kontrast
zwischen Schrift und Hintergrund.
Praktischer Tipp: Drucken Sie die Gestaltung auf einem Heimdrucker
in der Zielgröße aus — das ist die einfachste Methode, die
Lesbarkeit vor dem Absenden der Datei zu prüfen.
Drucken weiße und graue Schriften gut?
Weiße und hellgraue Schriften auf dunklem Hintergrund können
Schwierigkeiten bereiten — insbesondere bei kleinen Größen.
Stellen Sie sicher, dass der Kontrast ausreichend ist. Vermeiden Sie
sehr dünne weiße Schriften unter 8 pt.
Ist meine Datei druckfertig?
□ Datei liegt im PDF-Format vor
□ Zeichenbereich im Endformat des Etiketts eingestellt
□ Beschnitt 2,5 mm rund um das gesamte Format
□ Alle Elemente am Rand bis in den Beschnitt verlängert
□ Sicherheitsabstand 2 mm zur Stanzlinie eingehalten
□ Alle Schriften in Kurven umgewandelt
□ Farben im CMYK-Modus
□ Stanzlinie als spot color “Troquel”, overprint, 0,2 mm
□ Hot foil als spot color “Hotfoil”, overprint, min. 0,2 mm
□ Pantone-Farben mit offiziellem Pantone-Namen angelegt
□ Weißer Unterdruck als spot color “HPI-White” mit overprint
(falls zutreffend — transparente oder silberne Folie)
□ Silber als spot color “Silver” (falls zutreffend)
□ Schwarz als 100% K ohne Beimischungen
□ Druckmarken, Kontrollstreifen,
Schnittmarken und andere Hilfselemente entfernt
Wenn einer der Punkte nicht erfüllt ist —
nutzen Sie unseren Dateiprüfservice
oder das Druckvorstufen-Paket.
SIE MÖCHTEN DIE DATEI NICHT SELBST VORBEREITEN?
Wir übernehmen das für Sie.
Sie laden die Datei hoch, wir erledigen den Rest. Nach der Prüfung
erhalten Sie eine druckfertige Datei und die Bestätigung,
dass der Auftrag ohne Verzögerungen abgewickelt wird.